Los Llanos - so heißt die weite, tropische Hochebene östlich von Bogotá. In dieser unwirtlichen, vom Drogenkrieg gepeinigten Gegend ist Leben kaum möglich. Und doch entsteht hier unter Anleitung mutiger Wissenschaftler in den Siebzigerjahren eine praktische Utopie: ein Dorf, das sich aus eigener Kraft komplett selbst versorgt, erneuerbare Energie gewinnt, Wasser aufbereitet, den Regenwald aufforstet, Getreide anbaut und keinerlei Hilfe von außerhalb akzeptiert. Bis heute steht der Name des Dorfes weltweit für Nachhaltige Entwicklung: Gaviotas. Alan Weisman hat ein Buch voll Hoffnung geschrieben, denn es zeigt, was wir im Angesicht von Klimawandel und Energiekrise zu vergessen scheinen: Wir kennen die Lösungen für viele Umweltprobleme. Wir müssen nur den Mut haben, sie in die Tat umzusetzen. »Möge dieses Buch eine Million Leser finden.« (Charles Bowden)

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WERTVOLL IST BESSER - DAS MANUFACTUM-PRINZIP

"Es ist für uns alle an der Zeit, die Augen zu öffnen. Es ist an der Zeit zu verstehen, dass unsere Gier und unser Geiz eine Wirtschaft geformt haben, die umzufallen droht wie eine Fichtenmonokultur im Orkan." Uli Burchardt Geiz bleibt Geiz: Die Strategien der Discounter und Billigheimer haben ausgedient. Immer mehr Menschen wollen Produkte, die werthaltig sind, auf faire und ökologisch verträgliche Weise hergestellt und nicht um den ganzen Globus gereist, bevor sie in den heimischen vier Wänden landen. Dass sich Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg verbinden lassen, haben einzelne Unternehmen in den letzten Jahren erfolgreich vorgeführt. Uli Burchardt, der Marketing- und Vertriebschef bei Manufactum war, gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens, lüftet die Geheimnisse seines Erfolgs und zeigt, wie sich zwischen guten Produkten und gutem Marketing unterscheiden lässt.

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Gary und Irene wollen sich ein letztes Mal zusammenraufen, ihre verkorkste Ehe retten, nicht jeder für sich zugrunde gehen. Gary hatte einst einen Traum: Sie lebten in einer einfachen Holzhütte auf Caribou Island, einer kleinen Insel vor Alaska, sie waren glücklich, die Schrecken der Vergangenheit hatten sie hinter sich gelassen. Während eines Unwetters machen sie sich auf den Weg. Schon kurz nach ihrer Ankunft packt Irene die Angst. Sie sind schlecht vorbereitet, um sie herum ragt die Wildnis, gewaltig, unbarmherzig und von undurchdringlicher Schönheit. Als der Winter kommt, treibt die Einsamkeit der Insel das Paar immer weiter auseinander, Beklemmung stürzt um in Wut. Auch ihre Tochter Rhoda, die mit ihrem eigenen Leben, ihrer eigenen Beziehung alle Hände voll zu tun hat, vermag die beiden nicht zu beruhigen. Hingebungsvoll, aber hilflos muss sie vom Festland aus zusehen, wie ihre Eltern sich langsam, aber sicher zerfleischen. »Die Unermesslichkeit« erzählt eine dunkle, wahrhaftige Geschichte von den Kämpfen zwischen Mann und Frau - ein packendes Meisterwerk über die letzte Gewissheit, dass wir uns selbst nicht entrinnen können.

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Der Angestellte von heute arbeitet nach Zielvorgaben, er muss zeigen, dass seine Arbeit wichtig ist, und kluge Köpfe überprüfen, wie viel seine Arbeit kostet und ob sie nicht eingespart werden kann. Gesteuert wird diese Welt von einer Software namens Office, die Tabellen erstellt, Sitzungen organisiert und Ergebnisse auf Beamern präsentiert. Christoph Bartmann hat selbst erlebt, wie die Gesetze des Marktes und das Regiment der Software die alte Bürokratie verdrängt haben. Er zeigt, wie sehr wir auch im Alltag die Ideale des modernen Managements verinnerlicht haben, obwohl sie uns nicht weiterhelfen - und liefert damit eine witzige und brillante Analyse unserer Gesellschaft.

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Arbeit ist global: während wir schlafen, sorgt ein anderer für Strom und Licht, während wir frühstücken, wird unser Abendessen in ein Flugzeug gepackt. Im Büro fügen wir Warenströme zusammen und rechnen sie gegeneinander auf - wir sind Teil eines Netzes, das den ganzen Erdball umspannt. Doch knirscht unsere Seele unter der Last der Arbeit oder singen wir vor Freude? Schauen wir hinter die Kulissen, wo Tag und Nacht die andere, die gefährliche Arbeit geschieht? Mit unnachahmlichem Charme und nachdenklicher Eleganz untersucht Alain de Botton die Bedingungen unserer Arbeit: Er beobachtet Controller und Künstler, er folgt einem Thunfisch vom Fang bis auf den Tisch, er besucht Keksfabriken und Flugzeugmessen.

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Mitten in der schwersten Krise des Kapitalismus bricht der katholische Marxist Terry Eagleton eine Lanze für Karl Marx. Streitbar, originell und mit britischem Humor widerlegt er zentrale Argumente gegen den Marxismus, wie z.B. "Wir leben doch längst in einer klassenlosen Gesellschaft", "Der Marxismus erfordert einen despotischen Staat" oder "Der Marxismus ignoriert die selbstsüchtige Natur des Menschen". Eagleton macht klar: Marx' materialistische Philosophie hat ihren Ursprung im Streben nach Freiheit, Bürgerrechten und Wohlstand. Sie zielt auf eine demokratische Ordnung und nicht auf deren Abschaffung

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"Ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehe" - mit diesem Vorsatz nimmt die Journalistin Samar Yazbek an der Revolution gegen das Regime al-Assads in Syrien teil. Sie geht auf die Straße, befragt Demonstranten, aus der Haft entlassene Dissidenten, aber auch Polizisten. Bald wird sie selbst in die Ereignisse hineingezogen und mehrmals verhaftet und misshandelt. In eindringlichen Bildern erzählt Yazbek von Protest, Folter und Verzweiflung in Arabien. Als sie erfährt, dass ihr Name auf einer Todesliste steht, flieht sie mit ihrer Tochter ins Ausland. Yazbeks Erlebnisbericht ist ein erschütterndes, sprachlich brillantes Dokument über Widerstand und Menschlichkeit. Mit einem Vorwort von Rafik Schami.

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Skoda: Eine Parabel über den Krieg in unserer Welt. In Europa oder anderswo. Die Sinnlosigkeit des alltäglichen Grauens. Die Schönheit der entstehenden Beziehung zwischen einem jungen Soldaten und einem Baby. Das Leben gegen den Tod. Olivier Silligs kleiner Roman, in seiner schlichten Sprache von Claudia Steinitz ins Deutsche übersetzt, ist ein Meisterwerk.

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Severino Corona, genannt Zino, wächst Ende des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Bergdorf im Friaul auf, als Waisenjunge. Als er später den jungen Raggio kennen lernt und sich mit ihm anfreundet, beschließen die beiden, eine Käserei aufzumachen. Die floriert auch bald... Aber da versucht Raggios Frau, Zinozu verführen. Ein Drama von biblischem Ausmaß nimmt seinen Lauf. Zino verstrickt sich immer tiefer in Schuld: Am Ende gibt er Raggio zerstoßene Tollkirsche, ein tödliches Gift. Raggio aber stirbt nicht, sondern wird verrückt...In der Einsamkeit der Bergwelt, in einer ebenso schönen wie unbarmherzigen Natur mit langen, eisigen Wintern und sengend heißen Sommern, sind die Menschen Gefangene ihrer Triebe, ihres Aberglaubens, ihres Argwohns. Mit seiner von der Bergwelt geprägten Sprache erzeugt Corona eine Mischung aus Härte und Poesie. Einfach, kraftvoll, wie gemeißelt ist jeder Satz wie ein Stein, der auf den vorangegangenen fällt.

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